Prinzessin Delphine von Belgien: „Selbstliebe ist das Thema unserer Zeit“

Jessika Maria Rauch

Ausgerechnet die Liebe zur Unvollkommenheit steht im Fokus eines Projekts, das inmitten der schillernd schönen Welt der Mode, des Designs und des Adels im Nachbarland Belgien aktuell zu erleben ist: „Love imperfection“ bringt die Kreationen der belgischen Prinzessin Delphine an die Maas und rückt außerdem 14 lokale Nachwuchsdesignerinnen und -designer in den Mittelpunkt. Die eigentliche Botschaft greift dabei tiefer als der Titel suggeriert. Der Mut zur Imperfektion, der Glaube an sich selbst und an die Liebe (zum Leben) sind ganz persönliche Themen der adeligen Künstlerin, die noch weitaus mehr zu sagen hat als ihre Leinwände und Seidenkleider dies mit Schriftzügen wie „love“ und „blabla“ tun. Das Luxemburger Wort sprach persönlich mit Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Delphine von Sachsen-Coburg, Prinzessin von Belgien, kurz vor der Eröffnung einer Reihe von interaktiven Kunstinstallationen und Veranstaltungen sowie dem Pop-Up Store „The Creative Spot“ im „Maasmechelen Village“. 

Die Liebe zu sich selbst und zum eigenen Körper sind zu Zeitgeist-Themen geworden. Warum ist dies auch im wahrsten Sinne eine Herzensangelegenheit für Sie, Ihre Königliche Hoheit?

Selbstliebe ist „das“ Thema unserer Zeit und darüber bin ich sehr glücklich, denn es ist ein wichtiges Thema und das war es nicht immer. Ich bin jetzt 55 Jahre, hatte eine schwierige Zeit als Teenager, war wenig selbstbewusst. Gerade deshalb möchte ich vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene immer wieder daran erinnern, wie wichtig Selbstliebe und der Glaube an sich selbst ist. Besonders heute, wo Social Media Inhalte einem oft zeigen, was man nicht hat, wozu man selbst nicht eingeladen wurde, dass man selbst nicht Teil einer bestimmten Gruppe ist. Man fragt sich schnell „Warum bin ich nicht genug?“ und genau hier möchte ich als Statement Artist, wie ich mich bezeichne, meinen Beitrag leisten. Ich kenne viele Erwachsene, die sich nicht genügend selbst lieben und deshalb sehr negativ eingestellt sind, das ist nicht gut.  

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Auf Wort.lu

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