Neuer Wein aus alten Reben

Urlaub für Feinschmecker in der Türkei fernab des Pauschaltourismus 

Jessika Maria Rauch

In der Gegend um Urla im Westen der Türkei wächst das Weingeschäft und mit ihm die gehobene Gastronomie. Mittlerweile sind es zehn Weingüter, die seit 2016 die Weinstraße von Urla bilden und es sollen mehr werden. „Hier war nichts“, leitet eine junge Sommelière die Weinprobe in der „Urla Winery“, dem von Can Ortabaş aus Izmir gegründeten Weingut, ein. Der wohlhabende Geschäftsmann unterhält zugleich seinen Baumhandel „Uzbaş Arbotreum“ auf rund 280 Hektar und startete im Jahr 2010 sein Weingeschäft wie viele andere in der Gegend aus Leidenschaft – und als Investition. 

Das Urla Weingut ist der größte Produzent in der Gegend und exportiert von den 300.000 Flaschen pro Jahr immerhin 10% ins Ausland, z.B. nach Berlin, London, New York und Dubai. Dass „nichts war“ ist zwar auf die Fläche bezogen, auf der sich das  Weingut heute erstreckt, Wein gab es jedoch bereits lange zuvor in der Region. Man spricht von einer Geschichte, die viele tausend Jahre vor Christus begann; mitunter soll auch der griechische Dichter Homer den süßen Wein aus der Gegend in seinem Epos Ilias erwähnt haben. 

Nach einigen Aufs und Abs wanderte schließlich in den 1920er Jahren mit den lokalen Produzenten das verbliebene Know-How nach Griechenland und in die Balkanländer aus, wie die lokalen Touristiker erzählen. Nun erfährt das Geschäft um den Rebensaft Schritt für Schritt ein Comeback. 

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Auf Wort.lu

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